Microsoft Rebrand Registry dokumentiert Umbenennung vieler Produkte

Für Microsoft-Kunden ist es zuweilen verwirrend, wenn das Unternehmen wieder einmal eine Marke oder auch nur einen Produktnamen als nicht mehr zeitgemäß einstuft und aussortiert. Dem soll die "Microsoft Rebrand Registry" nun entgegenwirken.
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    Namen sind Schall und Rauch

    Das Projekt dokumentiert, wie häufig Produkte aus Redmond im Laufe der Jahre umbenannt wurden - und versucht sogar vorherzusagen, welche Dienste als Nächstes einen neuen Namen bekommen könnten. Dahinter steht Loryan Strant, ein Microsoft Most Valuable Professional (MVP). Er bezeichnet die Webseite als nützliche Informationsquelle, möchte Besuchern aber auch ein Schmunzeln entlocken. Die Idee entstand nach eigenen Angaben aus Gesprächen mit anderen MVPs, bei denen die zahlreichen Umbenennungen von Microsoft-Produkten immer wieder Thema waren.

    Aktuell führt das Register 72 Microsoft-Produkte und insgesamt 158 Namen auf, unter denen diese im Laufe ihrer Geschichte bekannt waren. Nach Strants Auswertung bleibt ein Produktname im Durchschnitt lediglich zwei Jahre und elf Monate bestehen. Besonders häufige Änderungen lassen sich bei acht Produkten beobachten, die bereits drei Namenswechsel hinter sich haben. Zu diesen gehören Azure AI Search, Azure DevOps, Azure SQL Database und Microsoft Defender for Endpoint.


    Strant beschränkt seine Auswertung auf Produkte, die Microsoft weiterhin anbietet. Dadurch sei die Statistik allerdings verzerrt, räumt er ein. Außerdem sei noch nicht abschließend geklärt, wie mit Nachfolgeprodukten umgegangen werden soll. Als Beispiel nennt er Skype for Business, dessen Funktionen nach dem Ende des Dienstes teilweise in Microsoft Teams aufgegangen sind.

    Auch mit Prognosen

    Es gibt auch den Versuch, zukünftige Umbenennungen vorherzusagen. Dafür berücksichtigt Strant unter anderem, wie lange ein aktueller Produktname bereits verwendet wird, welche Bezeichnungen es zuvor gab und wie oft Microsoft andere Produkte derselben Familie umbenannt hat. Eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Namensänderung sieht seine Analyse derzeit unter anderem bei Azure App Service, Azure SQL Database, Azure DevOps und Microsoft Dynamics 365 Field Service.

    Die Rebrand Registry ist nicht Strants einziges Projekt dieser Art. Er betreibt unter anderem eine Webseite mit den offiziellen Schreibweisen von zahlreichen Tech-Produkten sowie eine Sammlung von Logos der Cloud-Angebote Microsofts. Für das neue Register setzte er nach eigenen Angaben auf sogenannte Vibe-Coding-Werkzeuge. Die Daten überprüft er allerdings selbst und verlässt sich dabei nicht auf die Ergebnisse von KI-Systemen.

    Zusammenfassung
    • Der MVP Loryan Strant dokumentiert Produktumbenennungen bei Microsoft
    • Die Webseite listet aktuell 72 Produkte und insgesamt 158 Namen auf
    • Ein Produktname bleibt im Schnitt nur zwei Jahre und elf Monate aktiv
    • Das Register versucht zudem, künftige Umbenennungen vorherzusagen
    • Für die Erstellung des neuen Registers nutzte er Vibe-Coding-Tools
    • Strant überprüft alle Daten selbst und nutzt dafür keine KI-Systeme

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